Wenn die künstliche Intelligenz disponiert

Wenn die künstliche Intelligenz disponiert ist sicher überzogen. Nach dem Wissensstand von heute, wird weder die Digitalisierung noch die Automatisierung den Beruf des Disponenten obsolet macht. Das Verhältnis von Disponenten zu Fahrzeugen dürfte aber deutlich sinken.

Die zentrale Maxime der Logistik ist die Wirtschaftlichkeit. Wenn sich Logistikunternehmen an dieser Maxime orientieren, dann ist der höchst mögliche Gewinn das zentrale Ziel. Leider ist die Maximierung des wirtschaftlichen Erfolges häufig aufgrund bestehender Softwarelösungen gar nicht möglich.


Folgendes Beispiel: Ein Logistikunternehmen hat verschiedene Möglichkeiten, ein Fahrzeug bereitzustellen

  1. Es wird ein Fahrzeug aus der eigene Flotte herangezogen.
  2. Es wird ein Fahrzeuge eines Subunternehmers beschafft.
  3. Kurzfristiger kauf eines Fahrzeuges auf dem Spotmarkt für eine Fahrt.

Selbst die modernsten Transportmanagementsysteme (TMS) sind nicht in der Lage, alle drei Beschaffungswege optimiert abzubilden. Sie minimieren eine Strecke oder Route, während es eigentlich um das beste ökonomische Resultat gehen müsste.


Zu dem Optimierungsproblem der Logistik, gesellt sich auch noch eine exponentiell wachsende Menge an Daten und Informationen, die zwar das Potential haben, die Herausforderungen der Optimierung zu meistern, aber aufgrund der grottenschlechten Datenqualität erst langsam wirksam werden.

Selbstverständlich haben sich einige digitale Anwendungen wie beispielsweise elektronische Rechnungen, Transport- und Warehouse Management Systeme sowie Electronic Data Interchange (EDI) bereits etabliert.

Wer damit rechnet, dass Zukunftstechnologien wie künstliche Intelligenz, selbstlernende Systeme oder prädiktive Analysen die Logistik verändern, der muss dafür heute die Weichen stellen und mit den Lösungen zumindest experimentieren

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