Smart-Data in der Logistik

Nicht Big-Data sondern Smart-Data werden die Logistik vollkommen verändern.

Der Einsatz von Smart-Data-Lösungen in der Logistik ermöglicht jedes Jahr Einsparungen in Millionen und verbessert die Umweltbilanz entscheidend. Gleichzeitig können dadurch die Verkehrsströme besser koordiniert und geplant werden.

Jedoch erst die Kombination intelligenten und vernetzter logistischer Systeme (Transport Management Systeme, Flottenlösung) mit vernetzten Gegenständen (Internet der Dinge) hat das Potential, die Logistik vollkommen zu verändern.

Internet der Dinge: Ist ein Netzwerk von Objekten, das nicht nur Computer miteinander verbindet, sondern zunehmend auch „Dinge“, die keine Computer im klassischen Sinne sind und viele andere Zwecke erfüllen. Im Haushalt gehören dazu beispielsweise Beleuchtung, Haushaltsgeräte, Klimaanlagen oder Unterhaltungselektronik.

In der Logistik können das Paletten, LKWs, automatische Verkehrsüberwachungssysteme oder sogar Straßenlampen sein. Alle diese Objekte können potenziell riesige Mengen von Informationen bereitstellen. Die Vernetzung dieser bislang nicht vernetzten Objekte ermöglicht nutzerfreundlichere Lösungen, Zugang zu neuem Wissen und Effizienzsteigerungen für Unternehmen.

Eine vernetzte Palette zum Beispiel kann ihren Besitzer darüber informieren, wo und in welchem Zustand sich seine Sendung befindet. Ein vernetzter, „intelligenter“ LKW kann den eigenen Wartungsbedarf melden. Eine vernetzte Straßenlampe kann erkennen, ob sich LKWs in der Nähe befinden, und Fahrern wichtige Umweltinformationen übermitteln.

Mit „state of the art“ Flottenlösung können signifikanten Reduktionen des Treibstoffverbrauchs und der CO2- Emissionen sowie gleichzeitig ein verbesserter Überblick für die Disposition erreicht werden. Vernetzte Fahrzeugflotten erzeugen laufend Daten. Die Flottenlösung sammelt kontinuierlich Fahrzeugbewegungsdaten (Verkehrsströme) und ermöglicht dadurch die Berechnung der Fahreffizienz von Trucks. Zugleich lassen sich durch die intelligente Verknüpfung der bereits vorhandenen Daten Staus frühzeitig erkennen und wenn sinnvoll mit Alternativrouten umfahren.

Dabei entstehen schnell Datenvolumina in einem dreistelligen TerabyteBereich, in denen ein enormes Informations- und Wissenspotenzial steckt.

Smart Data und Smarte Objekte haben folgende charakteristische Eigenschaften:

  • IdentifikationObjekte im Internet der Dinge (IoT) sind über Nummerierungschemata eindeutig zu identifizieren. Dies ermöglicht Diensten oder anderen Objekten im Netz, Verknüpfungen untereinander herzustellen und Informationen auszutauschen. Genutzt werden hierfür MAC und IP Protokolle in der Version 4 und 6.
  • Kommunikation: Anders als bei herkömmlichen, nicht smarten elektronischen Geräten verfügen Objekte im IoT über die Möglichkeit mit Ressourcen im Netz und untereinander zu kommunizieren. Diese Daten können dann untereinander genutzt werden.
  • Sensorik: Das IoT Objekt misst und speichert Informationen über die Umweltzustände (Temperatur, Lichtverhältnise, Lokalisierung etc.) Globale Ortungen werden meist mit Hilfe von GPS durchgeführt, innerhalb von Räumen kann dies mittels Ultraschall erfolgen.
  • Speicher: Um die gemessenen Daten vor oder nach der Verarbeitung behalten zu können verfügen die Objekte über Speicherkapazitäten. Werden größere Datenmengen geschrieben, können diese Datenmengen über die Kommunikationsschnittstelle auf externen Speicher in einem Rechenzentrum ausgelagert werden.
  • Aktuatorik: Unter Umständen können Objekte selbstständige Entscheidungen treffen ohne zentral von Planungsinstanzen gesteuert werden zu müssen. Beispielsweise bestimmen Industriecontainer ihre eigenen Wege durch die Lieferkette.
  • BenutzerschnittstelleDurch die neuartigen Anforderungen an IoT Objekten steigen auch die Anforderungen an die Benutzeroberfläche. Statt über druckempfindliche Tasten werden nun Displays mit grafischen Abbildungen realisiert.

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