Kein Mensch ist frei von subjektiven Einflüssen.


Wer dies weiß, hat schon viel an Selbsterkenntnis gewonnen und ist besser in der Lage, die eigenen blinden Flecken zu orten und zu neutralisieren. Die Wurzeln der immer wiederkehrenden Fehler können in zu hohen oder zu tiefen Erwartungshaltungen, in subjektiv gefärbten Meinungen, in unverrückbaren Grundeinstellungen, in Sympathien oder Antipathien und in emotional aufgewühlten Gemütslagen liegen, um nur einige dieser «Objektivitätsfallen» zu nennen.

Strategische Ziele dieses Kreises sind mitarbeiterbezogen und beinhalten die Aspekte Motivation, Qualifikation, Fluktuation und Mitarbeiterzufriedenheit. Besonders für diese Bereiche müssen Messgrößen, also Kennzahlen, zur Messung der Zielerreichung definiert werden.

Kennzahlen des Mitarbeiterkreises lassen sich durch eine präzise Operationalisierung der Kernkompetenzen ableiten. Kernkompetenzen des Unternehmens sind diejenigen Fähigkeiten, die langfristig zum Aufbau von Wettbewerbsvorteilen dienen.

Ebenfalls in den Bereich des Mitarbeiterkreises gehören Kennzahlen, die Betriebsklima und Motivation operationalisieren. Eine erhöhte Motivation wirkt sich tendenziell auf die gesamte Leistungsfähigkeit sehr positiv aus. Die diesbezüglichen Kennzahlen, z. B. die Mitarbeiterzufriedenheit, können durch Mitarbeiterbefragungen erhoben werden. Indirekte Hinweise auf die Probleme des Betriebsklimas gibt auch die Kennzahl „Fluktuationsrate“, die besagt, welcher Anteil der Mitarbeiter in einer Periode das Unternehmen verlassen hat.